Berichte über zurückliegende Ereignisse finden Sie evtl. im Archiv!

 

 

 

Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten

Stand: 17. 12. 2008

 

Mit Wirkung vom 05.11.2008 wurde die Anzahl der Noten für das Arbeits- und Sozialverhalten von sechs auf drei reduziert. Durch diese Noten wird die Entwicklung übergreifender sozialer und persönlicher Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler dokumentiert. „Ausbildungsfähigkeit und Studierfähigkeit, eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfordert über Wissen und Kenntnisse hinaus übergreifende soziale Kompetenzen, Einstellungen und die Verfügung über ein angemessenes Verhaltensrepertoire.“ (Zitat aus der Handreichung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom November 2008).

Die Noten beziehen sich auf den Beurteilungsbereich des Arbeitsverhaltens, der zwei Kompetenzbereiche umfasst:

- Leistungsbereitschaft

- Zuverlässigkeit und Sorgfalt

Ferner wird eine Note für den Beurteilungsbereich des Sozialverhaltens gegeben.

Das von der Schulprogrammarbeitsgruppe „Prima Klima“ entwickelte bisherige Konzept für das Pestalozzi-Gymnasium ist nun überarbeitet worden, die Zustimmung des Kollegiums liegt vor und der Eilausschuss der Schulkonferenz hat ebenfalls zugestimmt.

Kern dieses Konzeptes sind transparente Indikatoren, um die einzelnen Kompetenzbereiche mit nachvollziehbaren Notenstufen versehen zu können. Folgende Noten werden vergeben:

- sehr gut                     = entspricht den Anforderungen in besonderem Maße

- gut                            = entspricht den Anforderungen in vollem Maße

- befriedigend              = entspricht den Anforderungen im Allgemeinen

- unbefriedigend           = entspricht den Anforderungen noch nicht

 

Am PGU werden vor den Zeugnissen in der Sekundarstufe I die Notenvorschläge durch das Klassenleitungsteam bzw. durch die Klassenleitungen und ihren Stellvertretungen erstellt, in der Sekundarstufe II durch die Tutorin/den Tutor und eine weitere Lehrkraft, die die Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Deren Vorschläge werden diskutiert und im Rahmen der Versetzungs- bzw. der Zeugniskonferenzen verabschiedet. Für das PGU gilt folgendes Kriterienraster:

Kriterien für die Ermittlung der Noten zum Arbeits- und Sozialverhalten

Arbeitsverhalten

Indikatoren/beobachtbares Verhalten

Leistungsbereitschaft

-       arbeitet konzentriert, auch über einen längeren Zeitraum

-       arbeitet auch an ungeliebten/unattraktiven Aufgaben/auch nach (relativen) Misserfolgserlebnissen

-       zeigt Interesse an neuen Themen und Aufgabenstellungen und nimmt diese in Angriff

-       fragt nach und verlangt Klärung, wenn eine Aufgabe oder ein Arbeitszusammenhang nicht verstanden wird

Zuverlässigkeit und Sorgfalt

-       erscheint pünktlich zum Unterrichtsbeginn und zu vereinbarten Terminen

-       hält Absprachen gewissenhaft und zuverlässig ein

-       hat die Arbeitsmaterialien vollständig parat

-       geht mit den Arbeitsmaterialien pfleglich und verantwortungsbewusst um

Sozialverhalten

-       nimmt verantwortungsbewusst Aufgaben und Pflichten für die Klasse/Gruppe wahr

-       erkennt unterschiedliche Ideen an und trägt dazu bei, eine gemeinsam getragene Lösung zu finden

-       hält vereinbarte Regeln ein und beachtet Höflichkeitsformen situationsangemessen

-       erkennt Leistung anderer an, hört angemessen zu und lässt andere ausreden

-       hört zu, wenn Kritik an der eigenen Leistung oder dem eigenen Verhalten geübt wird und ist bereit, sich mit der Kritik sachlich auseinander zu setzen

-       nimmt Konflikte mit anderen wahr, spricht diese angemessen an und versucht sie mit friedlichen Mitteln zu lösen

-       benutzt eine Sprache, die andere nicht diskriminiert und beleidigt

Wesentliche Anmerkungen zum Beurteilungsverfahren:

Im Beurteilungsbereich „Arbeitsverhalten“ geht es vor allen Dingen darum, die Lernanstrengungen zu dokumentieren, die sich nicht zwangsläufig in einer guten oder sogar sehr guten Fachbewertung ausdrücken.

Die Bewertung des Sozialverhaltens von Schülerinnen und Schülern bezieht sich auf deren Verhalten im weiteren schulischen Kontext (Unterricht, Unterrichtsgänge, Klassenfahrten, Pausen, etc.), jedoch nicht auf deren Verhalten im privaten Bereich.

Ein positives Sozialverhalten ist nicht mit Konfliktvermeidung um jeden Preis gleichzusetzen. Kompetenzen zeigen sich vielmehr darin, eigene Standpunkte in der Sache engagiert, im Umgang jedoch respektvoll und ohne persönliche Verletzungen zu vertreten.

In die Beurteilung des Sozialverhaltens fließt auch ein, wenn sich die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise engagieren. Dies sind z. B. Aktivitäten in folgenden Bereichen:

 

-          Beteiligung an der Schulmitwirkung (Klassensprecherin/Klassensprecher, Schülersprecherin/Schülersprecher)

-          Besonderes Engagement bei Projekten der Schule

-          Mitgliedschaft in der BigBand, einer Theatergruppe, einem Schulchor

-          Teilnahme an überschulischen Wettbewerben (z. B. in schulischen Sportmannschaften)

-          Streitschlichtung

-          Schulsanitätsdienst

-          Mitarbeit in Schülerzeitung

-          Patenschaften

-          Mitarbeit im Bereich des Ganztags (z. B. Ausgabe der Spiel- und Sportgeräte, Übermittagsangebote)

-          Mitarbeit und Engagement bei SNAP

-          Übernahme weiterer bestimmter Aufgaben in der Schule (z. B. Sporthelfer)

-          Mitwirkung bei der Ausgestaltung internationaler Begegnungen

-          Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung sportlicher Wettkämpfe

-          Mitarbeit beim Zusammenwirken mit außerschulischen Partnern und Imstitutionen

 

gez.

Helmut Schorlemmer

Schulleiter

 


[ zurück zur Homepage ]

 

 



Hier einige Links


Gegen Rechts

Besucher seit dem 11.04.2002